Sprengel Hanau - Kommunikation des Evangeliums trägt zur Wahrhaftigkeit bei

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Tageslosung

Der HERR ist seines Volkes Stärke.
Gott sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!

 

 

Hein:
Kommunikation des Evangeliums trägt zur Wahrhaftigkeit bei
Bischof Hein ordiniert 13 Pfarrerinnen und Pfarrer in Marburg
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Bild: medio.tv/Schauderna

Die 13 ordinierten Pfarrerinnen und Pfarrer vor dem Altar der Elisabethkirche in Marburg. Neben Bischof Prof. Dr. Martin Hein (1.R.4.v.l.) wirkten im Gottesdienst mit: Propst Helmut Wöllenstein (2.R.r.), Direktor Pfarrer Prof. Dr. Lutz Friedrichs (Studienseminar, 3.R.r.), Studienleiterin Pfarrerin Dr. Friederike Erichsen-Wendt (1.R.r.), Pfarrer Paul Shindhe (Ökumenischer Gast, Church of South India, 1.R.l.) und Anne Wollenteit (stellv. Vorsitzende des Kirchenvorstands der Elisabethkirche 1.R.2.v.r.)

Marburg. Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat am Sonntag, 28. Oktober, in einem Festgottesdienst in der Elisabethkirche in Marburg 13 Theologinnen und Theologen ins Pfarramt ordiniert. Bei der Ordination assistierten der Direktor des Evangelischen Studienseminars, Prof. Dr. Lutz Friedrichs, die stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Anne Wollenteit sowie Pfarrer Paul Shindhe, Church of South India.

In seiner Predigt über Epheser 4, 7-15 erläuterte Bischof Hein, dass Christus wirksam bleibe durch seinen Geist und durch Frauen und Männer, die er berufe, um an seiner Statt „die Botschaft von der freien Gnade Gottes auszurichten an alles Volk“ zu wirken. Im Besonderen gelte dies für die dafür ausgebildeten und berufenen Menschen. Alle Christinnen und Christen gehörten zu dem einen Leib Christi an und brächten ihre jeweils eigenen Gaben und Aufgaben ein. Der Epheserbrief zeige, dass „nicht alle alles machen“. Vielmehr werde der Versuch unternommen, die verschiedenen Gaben und Dienste einander zuzuordnen. Hein unterstrich, dass dies auch heute unter veränderten Lebensbedingungen gelte. Die angehenden Pfarrerinnen und Pfarrer ständen mit dem Verkündigungsauftrag in der Landeskirche nicht allein da, wie der Dienst von Prädikantinnen und Prädikanten, Diakoninnen und Diakonen, Lektorinnen und Lektoren, aber auch der Dienst von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kindergottesdienst und der Religionslehrerinnen und Religionslehrern zeige. „Aber das nimmt nichts von der Besonderheit des Pfarramts, das weiterhin in unseren Gemeinden wie in der Öffentlichkeit als ein zentrales Amt wahrgenommen wird,“ so Hein. Im Miteinander wie im Gegenüber zu den anderen Diensten und Aufgabengebieten, die es in der Kirche gebe, würden die Ordinandinnen und Ordinanden ihren Dienst tun. Die gemeinsame Zielrichtung bestehe – mit den Worten des Epheserbriefs – in der „Zurüstung der Heiligen“ und der „Auferbauung des Leibes Christi“.

Mit Blick auf die aktuelle gesellschaftliche Lage führte Hein weiter aus, dass es Aufgabe der Kirche sei, mit der Kommunikation des Evangeliums dazu beizutragen, Menschen aus ihrer selbstgewählten Unmündigkeit zu befreien. so dass sie sich zu selbstbewussten Persönlichkeiten entwickeln, die zu ihrer Meinung und ihrem Glauben stehen könnten. Hein beklagte, dass heutzutage viele auf die Parolen der Vereinfacher hereinfielen und „hate speeches“ Konjunktur hätten. Umso wichtiger sei es, Klarheit zu gewinnen, zur Wahrheit zu stehen und dies auch in der Öffentlichkeit zu vertreten. Die Theologie trage zur Wahrheitsfindung bei. An die künftigen Pfarrerinnen und Pfarrer gerichtet sagte der Bischof: „Dafür haben Sie, liebe Ordinandinnen und Ordinanden, Theologie studiert. Sie trägt zur Wahrhaftigkeit bei. Und genau darauf werden Sie in den Gemeinden wie in den anderen Aufgabengebieten angesprochen. Dafür braucht Sie unsere Kirche. Und wir sind dankbar, dass Sie sich in diesen besonderen und anspruchsvollen Dienst haben berufen lassen und nun ordiniert werden.“

Die Ordinierten, sieben Frauen und sechs Männer, hatten zuvor ein Studium der Evangelischen Theologie absolviert und waren in der zweiten Ausbildungsphase als Vikare in Kirchengemeinden der Landeskirche tätig und wurden zugleich am Evangelischen Studienseminar in Hofgeismar ausgebildet. Nach der Ordination treten sie unmittelbar Ihren Dienst als Pfarrerin bzw. Pfarrer im Probedienst in den Gemeinden an.

 

Einsatzorte der Pfarrerinnen und Pfarrer im Probedienst zum 1. November 2018

Fabian Böhme:  1. Pfarrstelle Wächtersbach, Kirchenkreis Gelnhausen

Ute Maria Helene Borchert:   2. Pfarrstelle Steinbach-Hallenberg mit dem Vikariat Oberschönau-Unterschönau, Kirchenkreis Schmalkalden

Anna Debes:   1. Pfarrstelle Dörnhagen-Fuldabrück, Kirchenkreis Kaufungen

Anna Imhof:   Besonderer Dienst beim Hans-von-Soden-Institut in Marburg

Wita Klön:   Pfarrerin im Ehrenamt, Kirchenkreis Twiste-Eisenberg

Nina Marie Nadolny:  pfarramtlicher Dienst im Kirchenkreis Hofgeismar

Dr. Klaus Heinrich Neuhoff:  2. Pfarrstelle Kassel-Waldau, Stadtkirchenkreis Kassel

Christopher Noll:  Rauschenberg und Ernsthausen, Kirchenkreis Kirchhain

Andreas Reichwein:  Viermünden, Ederbringhausen, Oberorke, Kirchenkreis Eder

Elisa Schneider: Auslandsjahr über die EKD (Neapel, Italien)

Katharina Scholl:  Besonderer Dienst als Repetentin an der Hessischen Stipendiatenanstalt in Marburg

Maximilian Weber-Weigelt: Bieberstein und Dipperz, Kirchenkreis Fulda

Michael Wischnewski:  pfarramtlicher Dienst an der Pfarrkirche in Marburg, Kirchenkreis Marburg