Sprengel Hanau - "Die Hanauer Union als Vollendung der Reformation"-

Veranstaltungskalender Sprengel

Nov 2018
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Mottolied

Die Gespräche zur Vorbereitung der Feierlichkeiten waren so kreativ, dass dabei auch ein Lied entstanden ist, das am 16. September auf dem Marktplatz gesungen wird, aber gerne auch schon vorher gesungen werden darf. Hier finden Sie das Material dazu:

Lied anhören (Produktion: Jochen Engel)

Liedblatt öffnen

 

 

Tageslosung

Der HERR ist seines Volkes Stärke.
Gott sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!
Nachbericht:
"Die Hanauer Union als Vollendung der Reformation"-
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Foto 1: Dr. Metzing beim Vortrag
Foto 2: Prälat Böttner beim Grußwort an die Mitglieder der HKV
Fotos und Text: Steffen Merle
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- diesen Aspekt des Selbstverständnisses der Synodalen von 1818 hob Dr. Andreas Metzing in seinem Vortrag zur Hanauer Union von 1818 hervor.
Dr. Metzing sprach am 4. Mai vor den Deligierten und Mitgliedern der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung im Rahmen der Jahrestagung, die von Prälat Bernd Böttner in dem Gemeindehaus der Christuskirche in Hanau begrüßt wurden

Neben Ursachen und Wirkungen fokussierte Dr. Metzing vor allem darauf, wie die Hanauer Union sich inhaltlich profilierte und wie dadurch ihr Alleinstellungsmerkmal in der Reihe der Unionen des 19. Jhd. zu beschreiben ist:
Die Einheit der reformatorischen Kirche, nichts Geringeres als das, was das Selbstverständnis und der Selbstanspruch der Synodalen von 1818. Union und Reformation waren so auf das Engste aufeinander bezogen. Die Hanauer Union reihte sich ein in die bis ins 16. Jhd. zurückgehenden Versuche, trotz Unterschiede in Lehre und Liturgie, das Gemeinsame des Glaubens zu betonen. Darin hat die Hanauer Union auch eine Dimension, in der sich über die Zeitverhältnisse des 19. Jhd. hinausweist:
Denn der Weg, der in Hanau bis zur Union beschritten wurde, ist bemerkenswert, bzw. singulär: eine gründlich vorbereitete Synode, in deren Vorfeld intensive theologische Beratungen auch unter Beteiligung der Pfarrer im Sprengel Hanau erfolgten, gewährleistete dabei, dass die Hanauer Union tatsächlich ein „Werk von unten war“. Im Unterschied zu anderen Unionen des 19. Jhd., die dann quasi nahtlos in Lehrkonsensgespräche mündeten, wurden in Hanau in weiser Zurückhaltung die Lehrunterschiede nicht „glattgebügelt“. Vielmehr sollten den Unterschieden ihr trennender Charakter genommen werden. So legte die Hanauer Union eine Spur zu dem, was wir heute „versöhnte Verschiedenheit“ nennen.
„Man darf sich nicht vorstellen, dass so eine Synode ablief, wie wir das heute kennen. Und schon gar nicht so zusammengesetzt war, wie Synoden heute: denn auf dieser Synode waren nur Pfarrer“, wurde in der anschließenden Diskussion zur Klarstellung hervorgehoben. Aber auch das ändert nichts daran: die Hanauer Union war im Unterschied zu anderen Unionen jener Zeit eine „von unten“ und eine des Miteinanders in „versöhnter Verschiedenheit“.