Sprengel Hanau - Bischof Hein ruft zu mehr Gemeinsamkeit unter den Konfessionen auf

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Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.
Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.

 

 

Bischof Hein ruft zu mehr Gemeinsamkeit unter den Konfessionen auf
Rund 1.000 Besucher auf Hanauer Unionsfest
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Bild: medio.tv/schauderna
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Hanau (epd).
Rund 1.000 Besucher haben nach Angaben der Veranstalter am Sonntag in Hanau am Hanauer Unionsfest teilgenommen. Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, rief in einem Festgottesdienst auf dem Marktplatz zu mehr Gemeinsamkeit unter den christlichen Konfessionen auf. Hein, der seine Predigt in einfacher Sprache hielt, verwies auf den Anlass des Festes, die Überwindung der Trennung von Lutheranern und Reformierten vor 200 Jahren in Hanau. Die Bürger der Stadt hätten damals zu den ersten gehört, die mit den unterschiedlichen evangelischen Kirchen nicht mehr zufrieden waren und sich deshalb zusammengeschlossen.

Zuvor hatte es auf dem Marktplatz ein Anspiel zum Entstehen der Hanauer Union gegeben. Zudem spielten ein Posaunenchor mit rund 150 Bläsern aus der Region sowie der Landesgospelchor "Get up!" und Band. Ein eigens für diesen Anlass komponiertes Lied mit dem Vers "Mit Zuversicht nach vorne gehen, das Evangelium neu verstehen, den Segen in der Vielfalt sehen" vermittelte den Besuchern das Anliegen der Union musikalisch. Rund um den Marktplatz informierten zahlreiche kirchliche Initiativen über ihre Angebote.

Eine besondere Aktion war zudem die Erstunterzeichnung einer im Laufe des Festjahres entstandenen "Hanauer Erklärung" unter anderem durch Bischof Hein, Dekan Martin Lückhoff und Torben W. Telder von der Wallonisch-Niederländischen Gemeinde Hanau. In ihr bekennen sich die Unterzeichner zur konfessionellen Identität, zur Ökumene und zum interreligiösen und interkulturellen Gespräch. Im Anschluss unterzeichneten zahlreiche Gemeinden und Hanauer Bürger ebenfalls die Erklärung.

Dekan Martin Lückhoff bezeichnete die Erklärung gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd) als ein Positionspapier, das von unten nach oben gewachsen sei. Er hoffe, dass auch katholische Gemeinden sich dieser Erklärung anschließen könnten. Vor allem an dem in der Erklärung erwähnten interreligiösen Gespräch führe heute kein Weg mehr vorbei, sagte Lückhoff.

Auch eine Festschrift zum Jubiläum wurde der Öffentlichkeit vorgestellt. In ihr sind die auch für Laien verständlichen Vorträge, die im Jubiläumsjahr zum Thema gehalten wurden, zusammengefasst.

Vor 200 Jahren hatten sich auf einer Hanauer Synode die lutherischen und reformierten Kirchengemeinden im Bereich des heutigen Sprengels Hanau zu einer evangelischen Kirche zusammengeschlossen und somit die konfessionelle Aufspaltung, zu der es im Zuge der Reformation gekommen war, überwunden.