THEO denkt LOGISCH! THEA auch!

Minus mal Minus gibt Plus

So habe ich das früher in der Schule mal gelernt und es ging mir in dieser Woche durch den Kopf. Relativ sprachlos macht ja der aggressive Wahlkampf des türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan.

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Etwas Heißes im Advent

„Nicht alles wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird!“ Mit diesen Worten trösteten sich viele Menschen nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA. Und in der Tat:

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Wo ist der liebende Gott?

Die Welt ist aus den Angeln gehoben. Die quälende Frage eines Martin Luthers nach dem liebenden Gott, dem Gott der gnädig ist mit uns Menschen, diese Frage stellen Menschen heute in ganz anderer Weis...

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Luther und der Nippes

In letzter Zeit flattert einem ganz schön viel Lutherwerbung ins (Pfarr-)Haus. Schon im Januar brachte kurzzeitig die Playmobilfigur Luther Höchstpreise bei Ebay und Berichterstattung im Radio. Jetzt...

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Die Würde des Menschen ist unantastbar!

Mit diesem Grundrecht beginnt das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. „Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Für Glaubende liegt es auf der Hand:

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Tageslosung

Tu, was dir vor die Hand kommt; denn Gott ist mit dir.
Alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.
Hessen im 19. Jahrhundert
Zusammenlegung des Konsistoriums Hanau mit Kassel und Marburg

Die Pariser Februarrevolution (1848) verursachte in Hessen große Unruhen, die nur durch die Gewährung der Presse- , Versammlungs- und Religionsfreiheit beendet werden konnten. Dieses veränderte Verhältnis zwischen Staat und Kirche nahm August Friedrich Christian Vilmar (1800 - 1868) zum Anlass, 1849 auf der Konferenz zu Jesberg die ...

... die völlige Trennung der Kirche vom nun konfessionslos gewordenen Staat zu fordern. Kurfürst Friedrich Wilhelm I. lehnte diese Pläne ab und schob Vilmar als Professor der Theologie nach Marburg ab; hier zog Vilmar viele Theologiestudenten an und schwor sie gegen jeglichen Liberalismus in Fragen der Kirche und Politik ein. Außerdem suchte er die antipreußische Bewegung in Hessen zu stärken. 1866 wurde das Kurfürstentum von Preußen besetzt, weil sich der Kurfürst im österreichisch- preußischen Kampf um die Vorherrschaft in Deutschland trotz eines preußischen Ultimatums nicht für Preußen entschieden hatte, obwohl die kurhessischen Stände ebenfalls den Anschluss an Preußen gefordert hatten. Der Kurfürst wurde als Kriegsgefangener nach Stettin gebracht (später siedelte er nach Prag über, wo er 1875 starb; beerdigt wurde er in Kassel.

Die Einverleibung Kurhessens in Preußen wurde feierlich verkündigt, die evangelische Kirche Kurhessens direkt dem preußischen Kultusminister unterstellt, der 1873 die Errichtung eines Gesamtkonsistoriums durch Zusammenlegung der Konsistorien von Kassel, Marburg und Hanau durchsetzte.

 

Hessische Renitenz

Hiergegen wehrten sich 43 Pfarrer, Anhänger Vilmars. Sie spalteten sich mit ihren Gemeinden von der Kirche ab und führten als " renitente" Gemeinden ihren Kampf gegen die kirchenpolitischen Ansprüche des Staates und gegen den Landesherrn als obersten Bischof. Das Misstrauen gegenüber dem übermächtigen Preußen, das gegen Bekenntnis, Ordnung und gültiges Kirchenrecht in die hessische Kirche eingegriffen hatte, sowie die Trauer über die Absetzung des letzten hessischen Kurfürsten trugen sicherlich ebenfalls zu dieser Entscheidung bei. Die "renitenten" Pfarrer wurden abgesetzt, betreuten teilweise ihre insgesamt etwa 3.000 Gemeindeglieder aus dem Kasseler und Marburger Raum (u.a. Balhorn, Dreihausen, Sand, Melsungen, Schemmern) und beanspruchten sehr lautstark, allein die wahre Kirche zu sein. Bis etwa 1950 bestand die Renitente Kirche ohne staatliche Zuschüsse und kirchenrechtliche Sicherung als staatsfreie Kirche. Danach wurde der größere Teil in die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche integriert. Der kleinere Teil kehrte in die Evangelische Kirche von Kurhessen- Waldeck zurück, nachdem durch den gemeinsamen Kirchenkampf eine Annäherung erreicht worden war und die Landeskirche die Richtigkeit des renitenten Kampfes im vorigen Jahrhundert öffentlich anerkannt hatte.

 

Hessen im 20. Jahrhundert

Nach dem ersten Weltkrieg, bei dessen Ende zugleich die kirchlichen Rechte der regierenden Fürsten abgeschafft wurden, gab sich 1924 die Evangelische Landeskirche in Hessen-Cassel eine neue Verfassung. Sie legte auf die Einheit der Landeskirche trotz der unterschiedlichen Bekenntnisse (reformierter Norden, lutherischer Westen und unierter Süden) Wert und machte dies durch das Amt des Landesoberpfarrers auch nach außen deutlich. Die Gemeindeglieder sind "zur Übernahme kirchlicher Ehrenämter und zum Tragen kirchicher Lasten" verpflichtet. Sie können nach demokratischer Wahl mitwirken in den Kirchenvorständen, dem Kreis- und dem Landeskirchentag.