Tageslosung

Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter aus Israel aufkommen.
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.
Einrichtung einer Landessynode
Die Landeskirche von Kurhessen-Waldeck nach dem 2. Weltkrieg

Nach Beendigung des zweiten Weltkriegs wurde auf der Notsynode von Treysa (1945) ein neues Leitungsgesetz verabschiedet, das von den Erfahrungen des Kirchenkampfes geprägt war und die Landessynode als obersten Träger der landeskirchlichen Gewalt und letzte Entscheidungsinstanz in allen kirchlichen Fragen einrichtete.

sprengel hein martinAuch der Bischof, der die Landeskirche leitet und nach außen vertritt, ist der Landessynode für die Führung seines Amtes verantwortlich.

Als ersten Bischof wählte die Notsynode den Kasseler Pfarrer Adolf Wüstemann (1901 - 1965) zum Bischof, dem 1963 der Prälat Erich Vellmer (1910 - 1990) folgte. 1978 wurde Oberlandeskirchenrat Dr. Hans-Gernot Jung (1930 - 1991) als dritter Bischof eingeführt. Nach seinem Tod wurde 1992 Propst Professor Dr. Christian Zippert (* 1936) zum Bischof gewählt.

Seit seinem Eintritt in den Ruhestand Ende August 2000 ist Dr. Martin Hein, aufgewachsen in Hanau-Kesselstadt, der neue Bischof unserer Kirche.
Es ist ein weiter Weg vom ersten iroschottischen Mönch, der in Hessen das Evangelium verkündigte, bis zur Struktur der "Evangelischen Kirche von Kurhessen- Waldeck", deren Dienste und weitgefächerte Einrichtungen kein anderes Ziel haben als das, was der einsame iroschottische Mönch bereits ebenfalls seinen Zeitgenossen nahe brachte: "Ihr seid das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten des, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; die ihr vormals ' nicht ein Volk' waret, nun aber ' Gottes Volk' seid, und vormals nicht in Gnaden waret, nun aber in Gnaden seid!" (l. Petr 2, 9f)

 

Dekan i. R. Christian Hilmes

Wir bedanken uns bei Pfarrer Matthias Steinleitner vom Amt für Kirchliche Dienste, Kassel, für die Abdruckgenehmigung aus dem "Arbeitsbuch für Küsterinnen und Küster in der EKKW", Kassel 2001.