THEO denkt LOGISCH! THEA auch!

Der 500. Reformationstag!

Am 31. Oktober ist Reformationstag. In diesem Jahr ist er in ganz Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Deutschland feiert das 500jährige Jubiläum der Reformation!

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Ist schon Ostern?

Einfach mal gute Nachrichten sprechen lassen, das wollte ich gerne in diesen Gedanken. Schließlich steht Ostern vor der Tür. Ich habe mir Mühe gegeben: in den Internetsuchmaschinen „gute Nachrichten“...

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Karfreitag - Ein Feiertag ohne Remmidemmi

An Karfreitag erinnern sich die Christen in aller Welt an ein trauriges Ereignis: die Kreuzigung Jesu. Warum ist das trotzdem ein Grund zum Feiern?

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Minus mal Minus gibt Plus

So habe ich das früher in der Schule mal gelernt und es ging mir in dieser Woche durch den Kopf. Relativ sprachlos macht ja der aggressive Wahlkampf des türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan.

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Etwas Heißes im Advent

„Nicht alles wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird!“ Mit diesen Worten trösteten sich viele Menschen nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA. Und in der Tat:

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Tageslosung

Der HERR segne dich und behüte dich.
Segnet, weil ihr dazu berufen seid, auf dass ihr Segen erbt.

Kennen Sie Mr. Spock? Er war einer der Helden meiner Kindheit und Jugend. Zusammen mit Captain James T. Kirk durchquerte er das Weltall mit dem legendären Raumschiff Enterprise. Kapitän Kirk ist dabei ein sehr emotionaler Mensch, dem gerne auch mal der Kragen platzt. Spock dagegen ist ein Vulkanier. Das erkennt man an den spitzen Ohren. Als Vulkanier hat man gelernt, seine Emotionen komplett und restlos zu unterdrücken und stattdessen ganz und gar kontrolliert und logisch vorzugehen.

Die beiden gehen die Herausforderungen, denen sie ausgesetzt sind, stets ganz unterschiedlich an, sind als Team aber immer erfolgreich. Der Schauspieler Leonard Nimoy verlieh Mr. Spock eine solche Würde und Klasse, dass diese Rolle ihn lebenslang begleiten sollte. Im Februar ist er nun mit 83 Jahren verstorben. In der Vorbereitung auf die Ostertage fiel mir bei dieser Nachricht wieder ein, wie Mr. Spock in einem der Filme starb. Er opferte sein eigenes Leben, um das der Besatzung zu retten. Und als sein Tod unmittelbar bevorstand, sagte er wahrhaft würdige letzte Worte zu Kapitän Kirk: "Trauern Sie nicht um mich, es war eine logische Entscheidung. Das Wohl von Vielen, es wiegt schwerer als das Wohl von Wenigen oder eines Einzelnen. Ich war es und ich werde es immer sein, Ihr Freund. Leben Sie lange und in Frieden."

Auch für mich eine fesselnde Filmszene. Wenn ich die Passionsgeschichte in der Bibel lese, dann fällt mir auf, dass es viele ganz emotionale Momente gibt. Da ist die Wut der Jünger, als Judas mit den Soldaten kommt, da ist das Mitleid von Einzelnen und die Verachtung von Vielen, da sind die bitteren Tränen der Scham, als Petrus Jesus verleugnet. Da ist auch die triumphierende Freude der Peiniger. Und am Ende die Ohnmacht und Gewalt des Todes am Kreuz. Warum das alles? Gibt es dafür eine logische Begründung? Der Evangelist Johannes sagt es so: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern ewiges Leben haben (Johannes 3, 16). Wie nähere ich mich als Christ diesem Geschehen am Kreuz? Ich kann es nicht mit purer Logik. Ich bin halt Mensch, kein Vulkanier.

Trotzdem sind die Erkenntnisse in den Worten des Mr. Spock und in denen des Johannes vergleichbar: in beiden Fällen ermöglicht das Opfer des Einzelnen das Leben von Vielen. In diesem Jahr werde ich an Ostern bestimmt auch ein wenig an Mr. Spock denken. Hätte er jemals die biblische Passions- und Ostergeschichte gehört, wäre sein Kommentar wohl gewesen: „Faszinierend!"

Pfarrer Jens Heller, Maintal