Sprengel Hanau - Warum gab es früher in manchen Orten zwei protestantische Kirchen? Zu Vorgeschichte, Zustandekommen und Folgen der Hanauer Union von 1818

Mottolied

Die Gespräche zur Vorbereitung der Feierlichkeiten waren so kreativ, dass dabei auch ein Lied entstanden ist, das am 16. September auf dem Marktplatz gesungen wird, aber gerne auch schon vorher gesungen werden darf. Hier finden Sie das Material dazu:

Lied anhören (Produktion: Jochen Engel)

Liedblatt öffnen

 

 

Tageslosung

Was verborgen ist, ist des HERRN, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unsern Kindern ewiglich.
Die Samaritaner sprachen zu der Frau: Nun glauben wir nicht mehr um deiner Rede willen; denn wir haben selber gehört und erkannt: Dieser ist wahrlich der Welt Heiland.
Lokale Vortragsreihe mit Erhard Bus
Warum gab es früher in manchen Orten zwei protestantische Kirchen? Zu Vorgeschichte, Zustandekommen und Folgen der Hanauer Union von 1818
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Die Vorträge nehmen auch Bezug auf die Lokalgeschichte. Nächster Termin: 19. Oktober 2018 um 17.15 Uhr, Reinhardskirche Hanau-Kesselstadt

Dass die uns vertrauten Evangelischen Gemeinden erst vor 200 Jahren aus dem Zusammenschluss zweier protestantischer Konfessionen entstanden sind, wissen nur Wenige. Die Ursache dieser Bikonfessionalität lag im Dynastiewechsel von 1642. Auf reformierte
Grafen folgten lutherische, die ihre Konfession förderten, was zu Reibereien führte. 1670 fand man einen Modus, der beiden gerecht werden sollte, doch man lebte weiter getrennt mit eigenen Kirchen, Schulen usw. Erst nach 1815, dem erwachten Nationalbewusstsein, dem Reformationsjubiläum, vielen „Mischehen“ sowie wirtschaftlichen Überlegungen kam es 1818 zu Verhandlungen, an deren Ende Unierte Evangelische Gemeinden standen. Die Hanauer Union regelte vieles, aber mancherorts dauerte es lange, bis die Vereinigung wirklich vollzogen war. Die Ereignisse am jeweiligen Vortragsort werden in den PPT-Vortrag einbezogen.



26. Oktober 2018 - 19.30 Uhr
Dörnigheim — Evangelisches Gemeindehaus

Referent:
Erhard Bus (Nidderau-Windecken),
Freiberuflicher Historiker
Kulturprojekt Geschichte und Gegenwart